Sie sind hier: Startseite > Projekte > abgeschlossen > Barrier Info > Standardisierung, Mehrsprachigkeit, Zugriffswege
Inhaltsverzeichnis
Das Ziel des Projekts BIS ist es, die Zugänglichkeit von Informationen über Mobilitätsbarrieren zu verbessern. Diese Informationen sollen für einen breiten Kreis von Nutzern und insbesondere für Reisende besser verfügbar gemacht werden.
Drei Probleme stehen dem im Wege:
Der folgende Text stellt Strategien zur Lösung dieser drei Probleme vor.
Das erste Anliegen des Projekts BIS ist die Entwicklung von allgemeinen Standards für die Aufarbeitung und Bereitstellung von Informationen über Mobilitätsbarrieren. Das Fehlen solcher Standards ist ein entscheidendes Hindernis für die überregionale oder transnationale Nutzung gesammelter Informationen über Mobilitätsbarrieren. Die Standardisierung ist darüber hinaus eine zwingende Voraussetzung für die effektive Bereitstellung dieser Informationen über Datenbanken und Online-Dienste.
Wenn von einheitlichen Standards für Stadtführer die Rede ist, wird meist in erster Linie an die Vereinheitlichung von Richtlinien für die Gestaltung und Anordnung der Informationen gedacht. Zunächst soll dieses "herkömmliche" Standardisierungsproblem bei gedruckten Stadtführern behandelt werden, anschließend geht es um die Modifikationen, die sich aus der Nutzung von EDV-Medien ergeben.
Die folgende Abbildung zeigt die Symbole, die in den Stadtführern von Hamburg und Rom verwendet werden, um ein Gebäude als eingeschränkt zugänglich zu kennzeichnen.
Abbildung [1]: Unterschiedliche Symbole für Zugänglichkeit
Beide Symbole zeigen einen stilisierten Rollstuhl. Das Symbol des Stadtführers von Rom enthält einige zusätzliche Elemente. Eine Begleitperson ist abgebildet, dies soll die eingeschränkte Zugänglichkeit veranschaulichen. Über dem Rollstuhl befinden sich zwei Pfeile, die nach links und nach rechts gerichtet sind. Damit soll möglicherweise veranschaulicht werden, daß das Symbol für einen Ein- oder Ausgang steht. Bei dem Symbol des Stadtführers von Hamburg sind diese zusätzlichen Elemente nicht vorhanden.
Worum geht es bei der Standardisierung für gedruckte Stadtführer in einem solchen Fall? Symbole, deren Bedeutung gleich ist, sollen auch überall gleich gestaltet sein. Ein Besucher soll die Symbole, die er von zu Hause kennt, in anderen Stadtführern wiederfinden. Die Pfeile und die Darstellung einer Begleitperson müßten also im Stadtführer für Rom entfernt oder im Stadtführer für Hamburg ergänzt werden.
Woher kommen solche Unterschiede, womit müssen wir uns auseinandersetzen, wenn wir sie beseitigen wollen?
Es ist vielleicht nur durch Zufall dazu gekommen, daß an verschiedenen Orten unterschiedliche Symbol-Systeme entwickelt worden sind. Aber diese unterschiedlichen Symbole haben sich dann etabliert. Die Anwender sind mit unterschiedlichen Darstellungen vertraut, sie sind vielleicht nicht bereit oder auch nicht in der Lage, sich umzustellen. Selbst wenn es in der Sache gar keinen Grund gibt, an verschiedenen Systemen festzuhalten, können solche unterschiedliche Gewohnheiten einer Vereinheitlichung als Hindernisse, die höchstens auf längere Sicht überwunden werden können, im Wege stehen.
Es gibt aber darüber hinaus auch noch eine weitere, prinzipiellere Schranke der "herkömmlichen" Standardisierung. Die Entscheidung für die eine oder andere symbolische Darstellung ist in vielen Fällen nicht zufällig, sondern wohl begründet, sie ist die Entscheidung für - und gegen - die Erfüllung verschiedener, teilweise gegensätzlicher Anforderungen.
Unterschiedliche Gewohnheiten und Voraussetzungen auf Seiten der Nutzer, unterschiedliche Zielgruppen und Nutzungsbedingungen sprechen für unterschiedliche symbolische Darstellungsweisen. Dies macht die "traditionelle" Standardisierung schwierig oder sogar unmöglich.
Mit der Nutzung von Computermedien verlieren die Ziele und Probleme der herkömmlichen Standardisierung an Bedeutung, es ergeben sich erweiterte und andere Möglichkeiten und Hindernisse.
Zunächst bietet das neue Medium neue Möglichkeiten. Es kommt nicht mehr so sehr auf das gleiche Aussehen von Symbolen etc. an. Denn was bei der Nutzung von Broschüren praktisch ausgeschlossen ist, nämlich für die verschiedenen üblichen und gewünschten Gestaltungsweisen (oder auch für verschiedene Sprachen) unterschiedliche Versionen herzustellen, ist in der EDV kein Problem.
In einer Datenbank wird nur die abstrakte Information abgelegt, ein Zahlenwert, der zum Beispiel bedeutet, daß eine Einrichtung ohne weiteres, mit Schwierigkeiten oder überhaupt nicht zugänglich ist. Der Benutzer bekommt diesen Zahlenwert aber nicht direkt zu Gesicht. Um ihm den Umgang mit der Information zu erleichtern, übersetzt das Computer-Programm den Zahlenwert in ein Symbol oder einen Text.
Es ist kein großes Problem, ein Computerprogramm so zu konstruierten, daß diese Übersetzung der Zahl in ein anschauliches Symbol oder einen Text variabel ist. Sie kennen dies zum Beispiel von Geldautomaten. Man kann sich aussuchen, welche Sprache benutzt werden soll. Oder allgemeiner gesagt: der Benutzer kann sich aussuchen, wie die Informationen für ihn dargestellt werden soll. Ein Tourist aus Rom kann sich Informationen über die Zugänglichkeit eines Gebäudes in Hamburg in der (Symbol-)Form anzeigen lassen, die ihm von zu Hause vertraut ist.
In Bezug auf die Gestaltung der Symbole besteht also eine größere Freiheit, wenn die Informationen auf EDV-Basis verbreitet werden sollen. Aber das heißt leider nicht, daß die Standardisierung kein Thema mehr ist. Denn damit die Oberfläche in der beschriebenen Weise von Fall zu Fall ausgetauscht werden kann und so zum Beispiel zwischen verschiedenen Sprachen oder zwischen Grafik und Text gewählt werden kann, muß die Information auf einer allgemeineren Ebene standardisiert und identisch aufbereitet worden sein.
Die folgende Aufstellung zeigt die Kriterien, die in Rom und in Hamburg bei der Einordnung von Gebäuden angewendet wurden:
| Hamburg | Rom | |
|---|---|---|
| Türschwelle niedriger als | 3 cm | 2,5 cm |
| Steigung von Rampen weniger als | 6 % | 8 % |
| Türbreiten mindestens | 90 cm | 75 cm |
| Hamburg | Rom | |
|---|---|---|
| Maximal eine Stufe mit einer Höhe unter | ? | 20 cm |
| Steigung von Rampen weniger als | ? | 12 % |
| Türbreiten mindestens | 70 cm | 65 cm |
Ein Eingang mit einer Türbreite von 80 cm ist uneingeschränkt zugänglich, wenn ich die Kriterien des Stadtführers von Rom zugrundelege. Der selbe Eingang ist nur mit Einschränkungen zugänglich, wenn ich den Kriterien des Stadtführers von Hamburg folge. Nicht anders bei Stufen und der Steigung von Rampen.
Schon bei der gedruckten Form sind diese unterschiedichen Abgrenzungen problematisch. Ein Reisender kann sich nicht darauf verlassen, daß ein Symbol, das er von zu Hause kennt, auch im Stadtführer einer anderen Stadt die selbe Bedeutung hat. Aber er rechnet auch nicht unbedingt damit. Er weiß oder vermutet, daß bei der Erstellung der verschiedenen Stadtführer nicht kooperiert worden ist und wird im Zweifelsfall sicherheitshalber erst ein mal in der Legende nachsehen, wie genau die verschiedenen Kategorien abgegrenzt worden sind.
Anders, wenn in einem Computerprogramm verschiedene Darstellungsweisen angeboten werden. Der Nutzer wird dann mit Recht davon ausgehen, daß es den Sinngehalt der Informationen nicht ändert, wenn er in eine andere Sprache oder eine andere Symbolwelt wechselt. Die Definitionen und Abgrenzungen der Kategorien müssen identisch sein.
Die Nutzung von Computern eröffnet die Freiheit, zwischen verschiedenen Weisen der Darstellung von Informationen zu wählen. Aber die Aufgabe der Standardisierung bleibt. Die Bedeutung der Symbole, die alternativ zur Verfügung gestellt werden sollen, muß gleich sein.
Das Barrier-Info-System soll transnational nutzbar sein. Es soll einem breiten Nutzerkreis zur Verfügung stehen, die Kenntnis von Fremdsprachen kann also nicht vorausgesetzt werden. Die Frage ist, ob oder wie die Informationen in verschiedenen Sprachen oder sprachunabhängig bereitgestellt werden können.
Zwei Wege sind möglich.
Die folgende Abbildung zeigt eine Seite des Stadtführes von Sevilla:
Abbildung [3]: Eine Seite aus dem Stadtführer von Sevilla
Alle Informationen über die Zugänglichkeit der beschriebenen Einrichtung sind in Form von Symbolen angezeigt. Die Seite enthält abgesehen von der (nicht zu übersetzenden) Adresse der Einrichtung ausschließlich Symbole und Zahlen. Ein Reisender, der die spanische Sprache nicht beherrscht, versteht die Seite genauso gut (oder schlecht), wie jemand, der spanisch spricht. Zwar sind die Symbole für sich allein nicht aussagekräftig genug, sie müssen erläutert werden. Aber dieses Problem ist lösbar. Nur die Erläuterung der verschiedenen Symbole muß in die verschiedenen Sprachen der möglichen Nutzer übersetzt werden, für den Stadtführer von Sevilla sind das gerade zwei Seiten. Mit der Übersetzung dieser beiden Seiten stehen die mehr als 300 Beschreibungen einzelner Einrichtungen vollständig mehrsprachig zur Verfügung. (Anm 2)
Die erste Strategie für die Erstellung mehrsprachiger oder sprachunabhängiger Stadtführer ist - allgemein gesagt - die Zusammensetzung der Beschreibungen aus vorgegebenen Bausteinen. Die Beschreibungen werden so weit wie möglich standardisiert. Für die verschiedenen Arten von Einrichtungen wird ein umfassender Apparat von möglichen Merkmalen bereitgestellt, bei der Erstellung der Beschreibungen wird aus diesem Apparat (einer Liste) ausgewählt.
Für die Bausteine, aus denen eine Beschreibung zusammengesetzt ist, können dann Symbole verwendet werden. Sie können aber auch, wenn die Textform beibehalten werden soll, je nach gewählter Sprache ausgewechselt werden.
In Stadtführern werden sehr unterschiedliche Einrichtungen beschrieben. Die Gesichtspunkte, unter denen sie beschrieben werden, sind jedoch weitgehend die selben. Von dem eingeschränkten Blickwinkel der Zugänglichkeit aus gesehen unterscheiden sich Museen nur geringfügig von Arbeitsämtern oder Fischgeschäften. Es ist daher möglich, einen erheblichen Teil der Informationen, die zur Verfügung gestellt werden sollen, durch einen überschaubaren Apparat von standardisierten Bausteinen abzudecken.
Die Standardisierung hat jedoch Grenzen. Sie ist kein geeignetes Mittel mehr, wenn Informationen bereitgestellt werden sollen, die die individuelle Gestalt eines Gebäudes betreffen, wenn also zum Beispiel etwas über die problematische räumliche Situation eines Eingangsbereichs gesagt werden soll oder wenn Angaben dazu gemacht werden sollen, wo in einem größeren Gebäude behindertengerechte Toiletten zu finden sind.
Der Stadtführer von Sevilla verzichtet zugunsten der Sprachunabhängigkeit gänzlich darauf, solche "individuelle" Angaben in die Beschreibungen aufzunehmen. Dieser Verzicht ist jedoch in vielen Fällen problematisch. Die folgende Abbildung zeigt einen solchen Fall und auch zugleich die angemessene Lösung.
Abbildung [4]: Stadtpark von Hamburg
Abgebildet ist ein Ausschnitt einer Karte des Stadtparks von Hamburg. Die Karte zeigt das Wegenetz des Parks, man kann sehen, an welchen Stellen Treppen zu überwinden sind. Steigungen sind nicht angezeigt, sie könnten aber - wenn es sie gäbe - unschwer analog den Treppen eingezeichnet werden.
Um eine öffentliche Parkanlage nutzen zu können, muß man wissen, an welchen Stellen eines Wegenetzes man auf Treppen stößt und wo welche Steigungen zu überwinden sind. Und auch die Information, daß sich in einer größeren Anlage irgendwo geeignete Toilettenanlagen befinden, reicht nicht aus. Genauere Ortsangaben sind erforderlich.
Mit standardisierten Textbausteinen ist hier nicht viel anzufangen. Eine Liste von Textbausteinen, die alle Formulierungen abdeckt, die für vernünftige Wegbeschreibungen gebraucht würden, wäre unendlich umfangreich und nicht handhabbar. Die Abbildung zeigt zugleich die angemessene Lösung des Problems oder besser gesagt: sie ist diese Lösung. Die Information kann in Form einer Wegeskizze zur Verfügung gestellt werden.
Gerade für Informationen, die einer standardisierten Fassung nicht oder sehr schlecht zugänglich sind, eignen sich andere, nichtsprachliche Darstellungsmittel oft sehr gut.
Zeichnungen sind geeignete Mittel, wenn es um Wegbeschreibungen innerhalb oder außerhalb von Gebäuden geht oder komplizierte, verwinkelte Eingangssituationen dargestellt werden sollen.
Der Einsatz von Abbildungen kommt in Frage für die Darstellung von Sachverhalten, die nicht oder nur schwer allgemein gefasst werden können und für die zeichnerische Darstellungen nicht verfügbar oder nicht ausreichend sind.
Für die Darstellung von Vorgängen (Bewegungsfolgen) sind Video-Filme ein geeignetes Medium, sie können z.B. (sprachunabhängig) zeigen, wie man einen Treppenlifter zu bedienen hat.
Es stehen also zwei sich ergänzende Strategien zur Erstellung mehrsprachiger oder sprachunabhängiger Stadtführer zur Verfügung:
Anfang 1996 wurde von einer deutschen Verbraucherschutzorganisation untersucht, wie es um die Zugänglichkeit von Städten in Deutschland bestellt ist (Anm 4). Im Rahmen dieser Untersuchung war auch eine Frage, wie leicht mobilitätsbehinderte Menschen, die in eine fremde Stadt reisen möchten, eigentlich an die erforderlichen Informationen herankommen.
Die Fremdenverkehrsämter einer Reihe von Städten wurden gebeten, einer Reisegruppe mit mehreren Rollstuhlfahrern Materialien für die Reisevorbereitung zuzusenden. Das Ergebnis war nicht sehr gut. Und zwar nicht, weil es in den angeschriebenen Städten keine brauchbaren Informationen geben würde. Sondern, weil (außerhalb des Kreises der Betroffenen) kaum jemand etwas davon weiß.
Für aktive, ortsansässige Benutzer, die sich intensiv mit der Thematik befassen, enge Kontakte zu Verbänden und Selbsthilfegruppen haben, Kontaktpersonen kennen, die ihnen weiterhelfen können, ist es sicher meist möglich, sich Stadtführer zu besorgen und an die Informationen heranzukommen, die sie brauchen.
Wenn der Adressatenkreis zum Beispiel auf gehbehinderte Menschen, die nicht auf den Rollstuhl angewiesen sind, erweitert werden soll, wenn die Informationen auch für Reisende oder für Personen, die nur gelegentlich etwas wissen müssen, verfügbar sein sollen, kann aber auf "reguläre", von persönlichen Kontakten unabhängige Zugriffswege nicht verzichtet werden.
Der Aufbau solcher Vertriebswege ist mit zwei Problemen konfrontiert:
Über das Internet wird in letzter Zeit viel gesprochen. Viele Menschen vermuten, daß die zunehmende Nutzung dieses Netzwerks enorme Veränderungen mit sich bringen wird. Auf der anderen Seite haben die meisten Leute keine rechte Vorstellung davon, wofür ein solches Netz praktisch gut sein könnte. Die überregionale und transnationale Verbreitung von Informationen über Mobilitätsbarrieren ist ein Fall, in dem eine über das Internet verfügbare Datenbank tatsächlich die passende und geeignete Lösung für ein existierendes Problem ist. (Anm 5)
Gegenüber der Verbreitung über Broschüren sind hauptsächlich zwei Vorteile der Bereitstellung der Informationen über das Internet hervorzuheben:
Aber auch gegenüber telefonischen Beratungsdiensten hat die Verbreitung über das Internet entscheidende Vorteile:
Und schließlich weist das Internet als Informations- und Kommunikationsmedium auch einige erweiterte Möglichkeiten auf, denen auf Seiten der herkömmlichen Medien überhaupt nichts vergleichbares gegenübersteht:
So viel zu den drei zentralen Problemen der Bereitstellung von Informationen über Mobilitätsbarrieren für Reisende. Die drei im Rahmen des Projekts BIS zu entwickelnden Produkte sollen sie lösen:
Anmerkungen
(1) Ein gutes Beispiel für dieses Dilemma ist das im Stadtführer für Rom genutzte Symbol für eingeschränkt zugängliche Einrichtungen. Das Symbol zeigt einen Rollstuhlfahrer mit Begleitperson. Es hat im Unterschied zu dem Symbol, das in Hamburg verwendet worden ist, eine eigenständige Aussagekraft. Man versteht es, ohne in Erläuterungen nachschlagen zu müssen. Aber diese Stärke des Symbols ist zugleich auch sein Mangel. Es passt, gerade weil es so anschaulich ist, auch nur teilweise. Ein wichtiges Kriterium für die Klassifikation der Zugänglichkeit von Gebäuden ist die Breite von Türöffnungen. Und bei einer zu schmalen Türe nützt eine Begleitperson unter Umständen überhaupt nichts. (zurück)
(2) Das hat im Grunde nichts damit zu tun, daß Symbole statt Texten genutzt worden sind. Im vorherigen Abschnitt wurde dies schon erläutert: für Broschüren ist die Verwendung von Symbolen vorteilhaft, weil nicht mehrere Versionen für die verschiedenen Sprachen erstellt werden müssen. Für eine Datenbank bringt die Verwendung von Symbolen gegenüber der Verwendung von standardisierten Texten keinen besonderen Vorteil. Es ist hier vielmehr angebracht, die Informationen zumindest alternativ auch in Textform anzubieten. Der Benutzer, der mit Symbolen nichts anfangen kann, weil er blind ist oder weil sein Computer nicht entsprechend ausgerüstet ist, kann dann eine Sprache auswählen. Das Programm zeigt ihm an Stelle des Symbols den dazugehörigen Legende-Text in der gewünschten Sprache an. (zurück)
(3) Es wird, wenn man die Informationstiefe vorhandener Stadtführer zugrundelegt, nicht möglich sein, mithilfe der beiden genannten Strategien vollständig mehrsprachige Stadtführer zu erstellen. Es bleibt ein Rest von Informationen, die wichtig sind, aber nicht standardisiert werden können und sich auch für die Vermittlung über Abbildungen etc. nicht eignen. (zurück)
(4) Behindertengerechte Stadt in: Test (Hrsg. Stiftung Warentest, Berlin) 8/1996 (zurück)
(5) Schon ein allgemein zugängliches Verzeichnis der veröffentlichen Stadtführer kann die Verfügbarkeit der Informationen erheblich verbessern. Einige Stadtführer enthalten Listen mit Bezugsadressen für in anderen Städten erschienene Führer oder Karten. Dies wäre eine gute Lösung, wenn die Adressen sich weniger häufig ändern würden. Tatsächlich sind die Informationen über Bezugsquellen noch wesentlich kurzlebiger, als die eigentlichen Informationen über die Zugänglichkeit von Gebäuden und Einrichtungen. Das allgemeine Problem der mangelhaften Aktualität gedruckter Stadtführer stellt sich hier verschärft. (zurück)
Autor: Michael Zapp
veröffentlicht am 3. Februar 1997
© 2005 - 2010 DIAS GmbH | Impressum | Barrierefrei